Landwirtschaft

Ausdruck vom 22. August 2019 03:41:19 MESZ

https://www.lgl-bw.de/lgl-internet/opencms/de/06_FNO_Neuauflage/Ziele_und_Leistungen/Landwirtschaft/index.html


Flurneuordnung für die Landwirtschaft

Wettbewerbsfähigkeit stärken

 

Landwirtschaftliche Betriebe stehen heute in einem Spannungsfeld, welches sich aus folgenden Aspekten ergibt:

  •  Sie müssen sich am Weltmarkt behaupten.
  •  Sie sichern eine unabhängige Lebensmittel- und Rohstoffversorgung für unser Land.
  •  Ihnen kommt die wichtige Aufgabe zu, unsere Kulturlandschaft durch ihre Bewirtschaftung zu erhalten.
     

Um den Herausforderungen auch zukünftig gewachsen zu sein, müssen Sie effizient produzieren können.

 

Dort, wo ungünstig zugeschnittene, zu kleine Grundstücke und ein veraltetes Wegenetz einer rentablen Produktion im Wege stehen, wird die Bewirtschaftung unter Umständen aufgegeben.
Hier hilft eine Flurneuordnung. Sie verbessert die Produktions- und Arbeitsbedingungen nachhaltig – unter anderem durch Folgendes:

  •  verstreut liegender Grundbesitz wird zusammengelegt
  •  Flurstücke mit wirtschaftlichen Formen werden gebildet
  •  ein abgestuftes, leistungsfähiges Wegenetz wird hergestellt, das den Anforderungen der modernen landwirtschaftlichen und
         forstwirtschaftlichen Maschinen genügt

 

Der positive Effekt: Dadurch reduzieren sich die zur Landbewirtschaftung erforderlichen Fahrzeiten und mit ihnen der Treibstoffverbrauch, Rüstzeiten und Bewirtschaftungszeiten.
Eine Untersuchung von Flurneuordnungsverfahren im Zeitraum von 2007 bis2013 ergab:

  •  eine jährliche Einsparung an Maschinenkosten von rund 60 €/ha und
  •  eine jährliche Einsparung des Zeitaufwandes von rund 4 Arbeitsstunden/ha

(Quelle: Untersuchung im Auftrag des MLR durch das Institut für Ländliche Strukturforschung der J.W. Goethe Universität in Frankfurt am Main, 2016)
 

Außerdem kommt landwirtschaftlichen Betrieben in einer Flurneuordnung ggf. zugute:
 

  • Entflechtung von Nutzungskonflikten, z.B. zwischen Naturschutz und Landwirtschaft
  • Minimierung der Bodenerosion
    -   Schutzpflanzungen
    -   Schaffung und Sicherung geordneter Vorflutverhältnisse
  • Bodenverbesserungsmaßnahmen
  • Bodenordnung im Dorf, z. B. rückwärtige Erschließung landwirtschaftlicher Betriebe
  • Neuvermessung und Regelung der rechtlichen Verhältnisse
  • Flurneuordnung zur Unterstützung des ökologischen Landbaus

 

In einfacheren Fällen kann auch ein freiwilliger Landtausch zur Bildung größerer Wirtschaftseinheiten verhelfen.